Vorteil: Computer machen Schüler schlauer
Der Untersuchung zufolge hängt die Verfügbarkeit von Computern zu Hause vom sozialen Status der Eltern ab. Das Milieu wiederum beeinflusst die Pisa-Leistung: Kinder von Eltern mit “anspruchsvollen Berufen” schneiden im internationalen Vergleich generell besser ab. Um die Neuntklässler trotzdem sinnvoll messen zu können, schätzten Wößmann und Fuchs anhand der Bücher in einem Haushalt das soziale Milieu. “Dieser Bücher-Faktor gibt uns Aufschluss über den soziologischen, ökonomischen und kulturellen Hintergrund des Schülers”, erklärt Fuchs. Als die Wissenschaftler die Neuntklässler mit ähnlichem Bücher-Faktor nochmals verglichen, stellten sie fest, dass Heimcomputer die Schulleistungen nicht positiv beeinflussen.
“Wir konnten sehen, dass ein Computer zu Hause den Schüler vom Lernen mehr ablenkt als fördert”, erklärt Fuchs. Vereinfacht gesagt: “Je mehr Computernutzung, desto dümmer sind die Schüler, wenn sie aus vergleichbaren Verhältnissen stammen.” Die Ifo-Forscher zeigen aber auch, dass eine sinnvolle Computernutzung theoretisch den negativen Effekt aufheben könnte – sofern die Schüler tatsächlich für die Schule arbeiten.
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