Die Server des Bundestages sollen von 2003 an mit dem freien Betriebssystem Linux ausgestattet werden. Das hat die Kommission des Ältestenrates für Informations- und Kommunikationstechnik (IuK-Kommission) beschlossen. Mit den Stimmen von SPD und Grünen entschied sie sich damit gegen die Standard-Software des Marktführers Microsoft, die zurzeit noch genutzt wird.
Bereits seit langem weisen führende IT-Experten darauf hin, dass es zu riskant sei, sich in sicherheitskritischen Bereichen auf Standard-Software zu verlassen: Lotus, Microsoft und Co. seien im Gegensatz zu Open-Source-Produkten wie Linux einfach zu unsicher.
SPD und Grüne begrüßten die Entscheidung für Linux, die sie als einen Einstieg für den weiteren Einsatz von Open-Source-Produkten sehen. Laut dem Kommissions-Vorsitzenden Uwe Küster (SPD) wird der Software-Gigant Microsoft jedoch noch nicht ganz aus dem Bundestag vertrieben. So werde das Betriebssystem “Windows XP” auf etwa 5.000 Abgeordneten-Computern installiert. Die nunmehr seit Monaten andauernde interne Debatte beschäftigt sich mit der Frage, ob der Bundestag künftig das neue Microsoft-System “Windows XP” anschaffen oder ob das offene Linux-System für die Rechner eingesetzt werden soll.
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